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6. PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand nimmt um 9.4% ab. Das organische Wachstum liegt bei – 3.6%. Desinvestitionen tragen – 4.8% und Währungseffekte – 1.0% dazu bei.

 
CHF 1 000
 
2013
2012 restated Veränderung in %
       
Löhne und Gehälter 469 077 483 682 – 3.0
Aufwand für Personalvorsorge 1 1 601 45 488 – 96.5
Übriger Sozialaufwand 40 393 41 282 – 2.2
Übriger Personalaufwand 37 443 34 832 +7.5
Total 548 514 605 284 – 9.4

1 Wir verweisen auf Seite 2 betreffend Zusammensetzung des Aufwandes für Personalvorsorge.

AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG 

Die Mitglieder des Verwaltungsrats (alles unabhängige Mitglieder) erhalten eine fixe Vergütung. 50% der Gesamtvergütung werden in bar ausbezahlt. Die restlichen 50% der Gesamtvergütung werden in Aktien ausbezahlt. Der Aktienemissionspreis wird jährlich neu fest- gelegt und entspricht dem Durchschnitt aller Schlussnotierungen der letzten zehn Börsentage des Monats vor der ordentlichen Generalversammlung. Die Aktien werden am Handelstag zugeteilt, der dem Tag der Dividendenzahlung nach der ordentlichen Generalversammlung folgt. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von drei Jahren. 

Für die Mitglieder der Konzernleitung und des gruppenweiten Senior Management bestehen die nachfolgenden Vergütungsgrundsätze. Die Mitglieder der Konzernleitung erhalten jährlich eine Vergütung, die zu zirka 56% aus einer festen und einer leistungsbezogenen Komponente, zirka 44%, besteht. Die leistungsbezogene Vergütung ist zirka zu 45% auf kurzfristige (Short Term Incentive) und zu 55% auf langfristige Zielsetzungen (Long Term Incentive) ausgerichtet. 

Der Short Term Incentive bemisst sich je zu 50%, basierend auf jährlichen finanziellen Zielsetzungen und persönlichen Zielsetzungen, mit Auszahlung in bar. Der Long Term Incentive, der, basierend auf einem «Performance Share Plan», den berechtigten Personen zu Beginn einer Planperiode Aktien von Kuoni zuweist, ist hingegen auf die wertschöpfende Leistung während einer dreijährigen Bemessungsperiode ausgerichtet. 

Die leistungsbasierten Aktienanwartschaften werden je nach Erreichung der Leistungsziele nach einem Zeitraum von drei Jahren freigegeben. Die für die Zuteilungen im Jahr 2013 geltenden Leistungsmessgrössen und Gewichtungen sind wie folgt: 

  • Freier Cashflow – Gewichtung von 2/3 der Leistungsziele 
  • Nettoerlös – Gewichtung von 1/3 der Leistungsziele

Jede Leistungsmessgrösse hat eine Schwelle sowie einen Ziel-, einen Stretch- und einen Höchstwert, die jeweils vom Target Setting Com-mittee festgelegt werden. Je nach Erreichung der Leistungsmessgrössen beläuft sich die tatsächliche Anzahl der Aktien, die am Ende der dreijährigen Leistungsperiode ausgeliefert werden, auf das 0- bis maximal 2.5-Fache der Anzahl der ursprünglich zugeteilten leistungsbasierten Aktienanwartschaften. 

Die endgültige Ausgabe der Aktien erfolgt je nach Leistungserfüllung im April nach der Bemessungsperiode. Die Aktien unterliegen danach keiner weiteren Sperrfrist. 

Die Mitglieder des gruppenweiten Senior Management werden nach dem gleichen «Performance Share Plan» entlohnt, wobei die Aufteilung fix/variabel bzw. STI/LTI unterschiedlich gewichtet wird. 

Der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung 2013 belief sich im Berichtsjahr auf CHF 6.7 Mio. (Vorjahr CHF 8.4 Mio.). Der Durchschnittspreis der im Berichtsjahr verwendeten 26 755 Aktien beläuft sich auf CHF 250 (Vorjahr 36 173 Aktien zu CHF 233). Massgebend für den Preis je Aktie ist der jeweilige durchschnittliche Börsenkurs bei Zuteilung, abzüglich eines Abschlags für die jeweilige Bemessungsperiode. Aus der Anpassung des Performance-Faktors für laufende Pläne aus den Vorjahren erhöhte sich der Aufwand für aktienbasierte Vergütungen um CHF 6.7 Mio. bzw. 30 434 Aktien (Vorjahr Reduktion CHF 2.0 Mio. bzw. 7 124 Aktien).

LEISTUNGSORIENTIERTE VORSORGEPLÄNE 

Der Konzern trägt die Kosten der beruflichen Vorsorge aufgrund der spezifischen Vorschriften der Länder, in denen er tätig ist. 

Die wesentlichsten leistungsorientierten Vorsorgepläne der Kuoni- Gruppe werden in der Schweiz betrieben. Diese stellen rund 90% (Vorjahr 92%) der leistungsorientierten Vorsorgeverpflichtungen dar.

SCHWEIZER VORSORGEPLÄNE

Die Kuoni-Gruppe führt die berufliche Vorsorge ihrer Mitarbeitenden gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod im Rahmen vom Arbeitgeber rechtlich und finanziell getrennter Vorsorgeeinrichtungen durch. Das Vorsorgevermögen ist vom Vermögen der jeweiligen Arbeitgeberfirma, aber auch vom Vermögen der Versicherten, vollständig getrennt. Das Schweizerische Gesetz zur beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) und seine Ausführungsbestimmungen sowie das Freizügigkeitsgesetz schreiben Minimalleistungen im Bereich der obligatorischen und teilweise auch im Bereich der überobligatorischen beruflichen Vorsorge vor. Der jeweilige Versicherungsplan ist im Vorsorgereglement der Stiftungen festgelegt. 

Der Stiftungsrat einer Vorsorgeeinrichtung ist das oberste Leitungsorgan und setzt sich paritätisch aus einer gleichen Anzahl von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Er trifft Entscheidungen über den Inhalt des Vorsorgereglements (z.B. die versicherten Leistungen), die Finanzierung der Vorsorge (z.B. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge) und die Vermögensverwaltung (z.B. Anlage der Vorsorgegelder). Im Juni 2013 hat der Stiftungsrat den Systemwechsel vom Leistungs- auf das Beitragsprimat per 1. Januar 2014 beschlossen. 

Die berufliche Vorsorge funktioniert nach dem Kapitaldeckungsverfahren. Dabei wird im Laufe eines Arbeitslebens ein individuelles Altersguthaben, unter Berücksichtigung des versicherten Jahresgehalts und von jährlichen Altersgutschriften zuzüglich Verzinsung, angespart. Die jährlichen Altersgutschriften berechnen sich in Prozent des versicherten Lohnes und sind in Abhängigkeit des Alters des Versicherten gestaffelt. Die endgültige Vorsorgeleistung ist beitragsabhängig mit bestimmten Mindestgarantien. Aufgrund dieser Mindestgarantien werden die Pensionspläne in der Schweiz den leistungsorientierten Vorsorgeplänen zugeordnet, obwohl sie viele Eigenschaften der beitragsorientierten Vorsorgepläne besitzen. Der Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, die Altersleistungen teilweise oder ganz als Kapital zu beziehen. Neben den Altersleistungen umfassen die Vorsorgeleistungen auch Invaliden- und Hinterlassenenrenten, welche sich in Prozenten des versicherten Jahresgehalts bzw. der voraussichtlichen Altersrente berechnen. 

Zur Finanzierung der Leistungen werden Spar- und Risikobeiträge in Prozent des versicherten Lohns gemäss Vorsorgereglement von Arbeitnehmern und Arbeitgeber erhoben. Dabei erfolgt die Finanzierung zu mindestens 50% durch den Arbeitgeber. 

Die autonomen Vorsorgeeinrichtungen haben Risiken aus dem Sparprozess, der Vermögensverwaltung und tragen die demographischen Risiken (Langlebigkeit, Tod, Invalidität) selbst. Die jeweilige Vorsorgeeinrichtung kann ihr Finanzierungssystem (Beiträge und zukünftige Leistungen) jederzeit ändern. Während der Dauer einer Unterdeckung und sofern andere Massnahmen nicht zu einer Verbesserung der finanziellen Situation führen, kann die Vorsorgeeinrichtung paritätisch vom Arbeitgeber und den Versicherten Sanierungsbeiträge erheben.

INTERNATIONALE VORSORGEPLÄNE 

Diese bestehen aus einer Anzahl kleinerer Pläne in verschiedenen Ländern. Es wurden fondsfinanzierte separate Stiftungen eingerichtet. Die Finanzierung erfolgt über Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge. Die Pläne werden von einem obersten Führungsorgan (Stiftungsrat) geleitet. Die Leistungen für die versicherten Mitarbeitenden werden in der Regel in Prozenten des in den letzten Jahren vor der Pensionierung erwarteten Salärs berechnet. Die Risiken aus der Vermögensverwaltung und die demographischen Risiken tragen die Stiftungen selbst. Während der Dauer einer Unterdeckung und sofern andere Massnahmen nicht zu einer Verbesserung der finanziellen Situation führen, kann die Vorsorgeeinrichtung vom Arbeitgeber Sanierungsbeiträge erheben.

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